Intensiv Betreutes Einzelwohnen Brodauer Straße

Das Haus kurz nach der Umbauphase 2015/2016 Bewohner in der hauseigenen Werkstatt NadelHolz Der Eingangsbereich
Das Konzept, Klientel, das für eine Wohngemeinschaft zu eigenständig ist, jedoch für eine eigene Wohnung zu unselbständig, in einem Wohnhaus mit Bezugsbetreuer vor Ort unterzubringen, hat sich in der Vereinsarbeit bewährt. Bei der Umsetzung und Durchführung zeigt sich, dass die Nachfrage nach einer solchen Wohn- und Betreuungsform im Stadtbezirk stetig vorhanden ist.
Bei der Klientel handelt es sich häufig um Menschen mit einer sogenannten Doppeldiagnose - meist Abhängigkeitserkrankungen zusätzlich zur psychischen Erkrankung oder geistigen Behinderung. Diese Klientel steht nach unzähligen Krankenhausbesuchen sehr oft vor der Obdachlosigkeit oder lebt bereits in dieser.
Seit August 2005 steht im Stadtteil Kaulsdorf, in der Nähe der S- Bahn, eine Einrichtung zur Verfügung, in der zur Zeit 18 Plätze für diese Klientel bereitgehalten werden. Jeder Bewohner lebt in einem Appartment, zu dem jeweils ein eigenes Bad gehört. Drei Bewohner teilen sich in einer separaten Wohngruppe Küche und Bad. Es besteht die Möglichkeit, sich durch eigene Möbel individuell einzurichten oder auf Vorhandenes zurückzugreifen. Eine Gemeinschaftsküche, ein Gemeinschaftsraum und eine Waschküche komplettieren die Ausstattung.
Hauptziel der Betreuung ist es, den Bewohnern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wieder zu ermöglichen. Weiterhin soll dem Bewohner in der Gemeinschaft Sicherheit, Geborgenheit und soziale Anerkennung vermittelt, ihm aber gleichzeitig die Möglichkeit zur selbständigen Lebensgestaltung im eigenen, in sich abgeschlossenem Wohnraum gegeben werden.
Die angebotenen Hilfen richten sich nach dem Krankheitsbild und einem für den Bewohner erarbeiteten Hilfeplan. Bei abhängigkeitskranken Klienten steht im Vordergrund, Abstinenzfähigkeit zu erwecken. Durch gezielte sozialpädagogische Betreuung, Gespräche, Übungen und Konfliktbewältigungsstrategien soll versucht werden, die Betroffenen zu unterstützen und sie zu einem Leben wieder in der eigenen Wohnung zu befähigen.
Aufgrund seiner Größe werden im Haus, neben den Wohnmöglichkeiten, durch das vom Verein betriebene Stadtteilzentrum im Erdgeschoss kulturelle und soziale Angebote für alle Bewohner des Stadtteils Kaulsdorf bereitgehalten.

Zu den Angebote gehören:

  • zwei Gesprächsgruppen für Menschen mit Abhängigkeitsproblemen
  • psychologische Beratung
  • Spielnachmittage
  • Buchlesungen
  • rechtliche Beratungen zu festen Themen
  • Veranstaltungen der Ortsgruppe Kaulsdorf der Volkssolidarität
  • Wanderausstellungen


Platzkapazität: 18