Jahresabschlussfahrt 2018 - Tagesreise nach Leipzig

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MITTENDRIN in Leipzig

Zum Jahresabschluss ist es bei MITTENDRIN Brauch, dass in der letzten Novemberwoche eine Tagesreise organisiert wird, die uns in diesem Jahr nach Leipzig führte.
Im ausgebuchten Reisebus fuhren wir die rund drei Stunden in die größte sächsische Stadt und damit die Zeit schnell rum geht, erhielten wir durch die uns nun schon lang bekannte Reiseleiterin Angelika viele Informationen zur Stadt Leipzig und deren Geschichte. Sie stimmte uns auf die Dinge, die uns an diesem Tag erwarten würden, ein.
Bei Ankunft in Leipzig mussten wir uns natürlich bei einem kräftigen Mittagessen erst einmal stärken. In einem Brauhaus, in welchem angeblich schon Napoleon gastierte, wurden wir kulinarisch in größeren Mengen verwöhnt. Die Schnitzel und Schweinshaxen waren so groß, dass selbst der Hungrigste diese Portion nicht schaffen konnte.
Und weil wir ja schon fast Napoleons Schlafstätte besichtigt haben, konnten wir direkt im Anschluss bei einer Stadtrundfahrt mit einer ursächsischen Frohnatur auch den Ort einer seiner größten Niederlage besichtigen – das Völkerschlachtdenkmal. Auf diesem Gebiet kämpften einst im Oktober 1813 bis zu 600.000 Soldaten aus 20 verschiedenen Nationen gegen die napoleonische Fremdherrschaft. Innerhalb der viertägigen Schlacht starben 100.000 Soldaten oder wurden verwundet. Ein entsprechendes Denkmal erinnert seit 1913, also zum 100jährigen Jahrestag durch Kaiser Wilhelm II. eingeweiht, an die Schlacht von Leipzig. Es ist 91 Meter hoch, wiegt 300.000 Tonnen und wir mussten glücklicherweise nicht die 500 Stufen auf die Aussichtsplattform hinaufklettern!
Stattdessen führte uns unsere Stadtrundfahrt weiter gen Innenstadt, vorbei an einigen Wohngebieten, die noch so aussehen wie Hellersdorf vor 25 Jahren, aber auch an modernisierten Altbauten aus der Gründerzeit. Auffallend ist der unendliche Wohnungsbau in der Stadt und laut Stadtführerin gibt es hier noch erschwingliche Mieten für Jedermann. Leipzig läuft der Berliner Zeit noch etwas hinterher, aber definitiv versucht der Freistaat aufzuholen. Mit seinem nachwendig ausgebauten großen Flughafen Leipzig/Halle hat er die Berliner längst übertroffen; wenn auch nicht im Passagieraufkommen, aber im Frachtaufkommen liegt dieser Flughafen europaweit auf Platz 5.
Bekannt ist Leipzig wohl den meisten auch als Messestadt. Die Stadt gilt als eine der ältesten Messestätten der Welt und bis heute findet man in der Stadt das große Logo aus dem Jahr 1917 der „Mustermesse“, die einst Leipzig international als Messestadt bekannt machte und bis heute noch gehört sie zu den 10 führenden Messeplätzen Deutschlands.
Und Leipzig hat noch eine Menge mehr zu bieten, zum Beispiel ein weit verzweigtes Fluss- und Gewässernetz, weswegen man, wie in Venedig, auch zu Boot Teile der Stadt erkunden kann. Für eine solche Tour blieb uns leider nicht die Zeit, denn lieber wollten wir noch einen Blick auf den imposanten und Europas flächenmäßig größten Kopfbahnhof werfen, in dem täglich bis zu 120.000 Fahrgäste an- und abreisen. Hier ist übrigens auch ein großes ShoppingCenter mittlerweile integriert. Und sich der Innenstadt nähernd, kamen wir zum Leipziger Weihnachtsmarkt, den wir natürlich besuchen wollten und auf dem wir kandierte Früchte kauften, aber auch schon das ein oder andere Weihnachtsgeschenk besorgten. Ein Abstecher zu „Auerbachs Keller“, genau der aus Goethes „Faust“, durfte natürlich auch nicht fehlen.
Unseren Ausflug schlossen wir dann im Panorama-Tower. Hier konnten wir nicht nur uns vom Stadtgang ausruhen, sondern noch einmal all die vielen Sehenswürdigkeiten, die wir den Tag über bestaunt haben, noch einmal vom 31. Stockwerk aus genießen und den Blick in die Ferne schweifen lassen. Bei Kaffee und Kuchen ging allmählich die Sonne unter und die Stadt erleuchtete hell in vorweihnachtlicher Atmosphäre. Ein atemberaubender Abschluss für einen imposanten Tag.

Ulrike Gobes