Hurghada 2019 - Sommer, Sonne, Strand und viel Sand

Betreute Reise nach Hurghada Betreute Reise nach Hurghada Betreute Reise nach Hurghada Betreute Reise nach Hurghada Betreute Reise nach Hurghada Betreute Reise nach Hurghada
*MITTENDRIN in Ägypten*


Wenn einer eine Reise tut – nimmt er vielleicht 18 MITTENDRINer mit und fährt ins Land der Pharaonen und Pyramiden.
In diesem Jahr waren es zwei Wochen Hurghada, an der ägyptischen Küste des Roten Meeres. Uns erwarteten Mitte September herrliche 35 Grad bei leichtem Wind (der die Temperaturen erträglich machte), dazu blitzblaues Meer mit über 28 Grad und auch am Abend gab es kaum Temperaturunterschiede, so dass ein Jäckchen, auch am Abend, ganz überflüssig wurde.
Nur rund vier Stunden dauerte der Flug in die Touristenstadt Hurghada, die durch die tollen Schnorchelgebiete Ruhm erlangte und daher mehr oder weniger nur auf den Tourismus ausgelegt ist.

So dauerte es am ersten Tag auch nicht lange, bis die Ersten sich in die Fluten warfen und schon mit dem bloßen Auge am Hotelstrand die ersten farbenfrohen Fische entdeckten. Nach dem ersten Bad im Meer ging es auf Erkundungstour durch das Hotel und wir brauchten nicht lange, um unseren zukünftigen Stammplatz auszumachen - dieser sollte an den Rutschen am Pool sein, wo es fortan rauf die Treppen und unter lautstarkem Gelächter und mit einer möglichst eindrucksstarken Spritztechnik die Rutschbahn abwärts ging, um alle Anliegenden nass zu machen. Jeden Tag wurden wir mutiger, so dass einige schon auf dem Bauch rückwärts runterschossen. Was war das für alle ein Spaß, wenn unser mitgebrachter „Bud Spencer“ „Baum fällt“ brüllte und in der nächsten Sekunde zusammen mit unserem „Neptun Micha“ die Rutsche runter schoss und ringsum kein Flecken Erde mehr trocken blieb. Oder wie man in der einen Rutsche mit zu wenig Schwung schon mal stecken blieb und dann mit größter Mühe und unter lautem Gegackere der Umstehenden in Zeitlupe ins Wasser „schoss“. Außer den Rutschen bot das Hotel auch ein vielfältiges Animationsprogramm – bei Wassergymnastik war unsere „Sanni“ immer dabei, auch unser „Romeo“ konnte der schönen Animateurin nicht wiederstehen und hat ihr zu Liebe tagtäglich Stretching- Übungen mitgemacht und „Cordi“ zeigte ihr Bestes beim Bauchtanz und Zumba. Langweilig wurde es nie, im Gegenteil, kaum hatte man mal Zeit, sich hinzusetzen, Karten zu schreiben und einen alkoholfreien Cocktail in einer der beiden Pool-Bars zu genießen.
Übrigens, in Hurghada wird das mit dem Rauchen nicht so eng gesehen – da kommen alle Raucher auf ihre Kosten, selbst in den Innenräumen durfte noch geraucht werden – eine Tasse Kaffee und dazu eine Zigarette – unsere rauchende Männerfraktion war im 7. Himmel. Und im rosaroten Himmel war unser Neuzugang bei Reisen, denn die „Prinzessin“ verliebte sich unsterblich in einen der Bademeister, die wiederrum bei einer so lustigen Gruppe wie uns täglich unsere Späße am Pool mitmachten und den Mädels dabei schöne Augen machten. Und natürlich gab es Angebote über 500 Kamele als Mitgift für unsere blonde, schöne junge Frau – aber wir haben dann doch lieber alle mit nach Hause gebracht – haben wir für so viele Tiere doch gar keinen Platz .

Eigentlich haben unser tägliches Spaßprogramm in der großzügigen Hotelanlage mit den regelmäßigen leckeren Mahlzeiten und dem noch besseren Softeis für Johnny und dem abendlichen Spaziergang zu den örtlichen Souvenirshops uns schon ausgefüllt, aber ein bisschen Land und Leute wollten wir dann doch erkunden. So führte uns ein Ausflug nach Luxor, das rund vier Stunden entfernt am Nil liegt und wo sich das alte Theben befand und einst die Hauptstadt der Pharaonen war. Natürlich haben wir uns die alten Tempelanlagen von Karnak angeschaut und sind entgegen dem Uhrzeigersinn sieben Mal um den Skarabäus gelaufen, damit es uns Glück bringt, wir haben den einstigen Säulensaal bewundert und die Obelisken bestaunt und wie wohl jeder Ägypten-Urlauber, haben wir uns gefragt, wie die Menschen vor fast 4000 Jahren bei dieser Hitze diese alles überdauernden Tempel bauen konnten.

Im Tal der Könige besuchten wir drei Grabkammern. Hier sollte man wirklich ausreichend Getränke mitnehmen, denn man glaubt eigentlich nicht, dass es noch Steigerungen von enormer Sommer-Sonnen-Hitze geben kann – dort allerdings trafen wir auf eine stehende, gleißende Hitze, aber wer etwas sehen will, muss das in Kauf nehmen und wird dafür belohnt. Eine Grabkammer war wärmer und tiefer und zugleich imposanter als die andere mit unglaublichen Hieroglyphen und Zeichnungen darin.
Manch einer hat von Ägypten und den Fabrikverkäufen gehört – ja, es gibt sie und so haben wir uns eine Alabaster- und eine Papyrusfabrik angeschaut, die wirklich sehr eindrucksvoll waren und die verschiedensten Produkte feil boten. Es wurde gehandelt, was das Zeug hielt und statt 100 €, (ja, das ägyptische Pfund war überflüssig während der Reise), zahlte man dann nur 5 € und hatte eine kleine schmucke Vase als Souvenir unter großem Geplänkel ergattert.

Die Memnonkolosse sowie eine Bootsfahrt über den Nil rundeten den langen, aber sehr schönen Tag ab. Und à propos Bootsfahrt – allen wird unsere Tagesbootsfahrt, die wir machten, wohl nachhaltig im Gedächtnis bleiben, denn auf dieser ging es doch wild her. Wir hatten tolle Windstärken und unser Boot, nur für und mit uns, wollte uns Delfine zeigen – aber die schwimmen auf dem Meer und nicht am seichten Ufer, so dass wir ordentlich durchgeruckelt wurden, einmal sogar alle Taschen runterfielen und wir aus den Sitzen gehoben wurden – aber wie viele Delfine konnten wir sehen, Dutzende! Selbst die Crew war ob der Vielzahl überrascht – aber wenn Engel reisen….! Fotos konnte man von den wild umherspringenden Tieren schwer machen, auch wenn der Kapitän sein Bestes gab, auf der Stelle umherzukreisen. Aber was für ein Anblick, der alle faszinierte, auch wenn viele glücklich waren, dass es dann zu einem kleinen Riff ging, bei dem es keine Wellen gab und wir im Meer herrlich schwimmen und auch schnorcheln konnten. Regenbogenfische, Nadelfische und Muränen, Muscheln und Korallen und noch viel Me(h)er konnte bestaunt werden. Einige Mutige hüpften hier dann auch vom Boot und auch von ganz oben herunter – wenn Du springst, spring ich auch- ich werde den Sprung nicht so schnell vergessen, Johnny!
Andere genossen einfach nur die Ruhe auf dem Meer und das leckere Mittagessen, welches uns die Crew kredenzte. Und bald kam es zur ersten MITTENDRINschen Neptuntaufe auf dem Roten Meer, bei dem alle eine kleine Mutprobe machen mussten und neue Namen erhielten, was allen so viel Spaß bereitete, dass selbst die Crew mitmachte. So geriet das Gewackel vom Vormittag in Vergessenheit und der Nachmittag endete mit einer lustigen Seefahrt.

Und was wäre ein Ägypten-Besuch ohne einen Abstecher in eine Moschee?! Diese schien gar nicht mehr so interessant mit den Minaretten, denn die Damen mussten sich entsprechend ankleiden und so konnten unsere Männer uns gar nicht mehr erkennen. Und Ursel hätten wir gleich dalassen können, denn ihr stand die Verschleierung vom Haaransatz bis zum Fuß so gut, dazu die gut gebräunte Haut der letzten Tage, dass sie glattweg als Einheimische gegolten hätte. Der Besuch einer Parfümfabrik gehörte dann auch zu unserem Tagesprogramm auf Entdeckungstour durch Hurghada, genauso wie die neu angelegte Marina und die diversen Marktstände und Souvenirshops. Ein prächtiger Ausblick über Hurghada mit Blick zum Meer rundete den Tagesausflug ab.

Viel zu schnell gingen die Urlaubstage vorbei – ob auf dem Bananenboot durch die Fluten hopsend oder bei den abendlichen Unterhaltungsprogrammen mit Folklore-Tänzen und Feuershows, daher bleibt mir nur zu sagen, Ägypten ist immer eine Reise wert, wenn einer eine Reise tut.


Ulrike Gobes