Korfu 2017

*06.06.2017 - 20.06.2017*

Seit vielen Jahren bietet MITTENDRIN leben e.V. einmal jährlich Gruppenreisen rund um das Mittelmeer herum an und hat dabei schon viele schöne Orte in der Region entdecken können. In diesem Jahr konnten wir mit Korfu, im griechischen Kerkyra, „die grüne Insel“ Griechenlands entdecken, die durch ihre üppige Vegetation (aufgrund des angenehmen und ausgeglichen mediterranen Klimas), die schönen Sandstrände, aber auch die steilen Küsten und vor allem durch das herrlich blaue und durchsichtige Meer einen Höhepunkt unserer Auslandsaufenthalte markierte.
Die Insel ist die siebtgrößte Insel Griechenlands und liegt südöstlich des italienischen „Stiefelabsatzes“ und kommt im Norden bis auf zwei Kilometer an die albanische Küste heran.
Nach nur rund zweistündigem Flug und einer Stunde Zeitverschiebung erreichten wir Korfu Stadt und entlang der malerischen Steilküste ging es zu unserem Hotel im Norden der Insel. Hier hatten wir in einem kleinen Dorf ein sehr schönes weitläufiges Hotel, welches sowohl von der Ausstattung der Zimmer überzeugte, aber auch kulinarisch viel zu bieten hatte. Dieses Mal gab es sogar zwei Hotelpools, einen für die eher Ruhe suchenden Gäste, andererseits einen großzügigen Pool, an dem wir nach Lust und Laune herumtollen konnten, Ball spielen oder auch Kunststücke beim Hereinspringen machen konnten. Dank des sehr engagierten Animationsteams im Hotel kamen wir kaum zu einer ruhigen Minute auf der Sonnenliege, da Wassergymnastik, Volleyball oder Stretching angeboten wurden, aber auch Kochshows das Tagesprogramm abrundeten. Vor allem am Abend wurden viele Shows und Angebote vorgehalten und natürlich viel und ausgiebig griechisch getanzt, gesungen und gefeiert, so dass wir uns - zumindest kurzzeitig - auch schon die komplizierte Schrittfolge des berühmten Sirtaki merken konnten.
Direkt an unserem Hotel lagen gleich mehrere Buchten mit schönem Sandstrand, die zum Verweilen im Meer einluden, welches eine angenehme Erfrischung ermöglichte in dem sonst sehr warmen, wenn auch noch „frühsommerlichen“ Korfu mit rund 35 Grad. Im Sommer erreicht das Thermometer oft um die 50 Grad, kann im Winter übrigens auch auf Minuswerte absinken, so dass hier im vergangenen Winter auch schon mehrere Tage Schnee lag.
Um die Insel näher zu erkunden, machten wir eine eineinhalbstündige Bootsfahrt in die Altstadt von Korfu Stadt. Der Hafen liegt so günstig, dass bei dem dreistündigen Aufenthalt nicht nur die kulturell Interessierten, sondern auch die Souvenirjäger gleichermaßen auf ihre Kosten kamen. Bereits vom Boot erkennt man aus etlicher Entfernung die Neue Festung von Korfu Stadt, zwischen 1576 und 1645 gebaut, die immer noch Verbindungen zur Alten Festung aus dem VI. Jahrhundert hat, die einst die Inselbewohner vor Feinden, vor allem gegen türkische Belagerer, schützt.
In den schmalen Gassen der Altstadt, deren Gebäude oft schon 300 Jahre stehen, gibt es unzählige urige Gaststätten und wunderbare Märkte. Durch eine bunte Blumenpracht wirken die Durchgänge malerisch und laden zum Verweilen ein. Abgerundet wurde unser Ausflug auf der Rücktour durch das Anlegen im Hafen von Kassiopi im Nordosten. Auch diese kleine Hafenstadt zeigt ein wunderschönes Bild griechischer Mentalität. In dem kleinen Hafen kann man in einer Taverne sitzen und das beschauliche Treiben beobachten, und den durch die Meerenge zwischen Korfu und Albanien durchziehenden Schiffen hinterher schauen.
Unsere diesjährige Reisegruppe bestand immerhin aus 21 Personen, weswegen es dieses Mal auch einige Mutige gab, die sich trauten, die Insel „Hoch zu Ross“ zu erkunden. So konnten neun Mitglieder unserer Gruppe auf einem Pferd, immer mit Schutzhelm und in sehr ruhigem Schritttempo, über Stock und Stein, an Hängen entlang und vor allem in einer Badebucht am Strand sich ein besonderes Erlebnis schaffen, von dem es immer viel zu erzählen geben wird. In dieser Zeit hat der andere Teil der Gruppe die Zeit zur Souvenirjagd im benachbarten Urlaubsdorf Archarvi genutzt. Dieser Urlaubsort besteht eher aus kleineren Hotels und Pensionen und der Strand ist zwar sehr lang, ist allerdings ein Steinstrand, welches das Badevergnügen beim Rein- und Rauswaten trübt. Die Hauptstraße ist die Haupteinkaufsmeile und bot uns diverse Möglichkeiten, ein wenig Griechenland in Form von Süßigkeiten wie Loukoumi oder aber auch dem griechischen Nationalgetränk, dem Ouzo, mit nach Hause zu nehmen. 
Besonderen Eindruck hat auf uns unsere achtstündige Jeep-Safari gemacht. Vom Hotel direkt starteten wir zu einer Tour in die Bergwelt des Pantokrator, wo es über Stock und Stein, durch Pfützen und durch Staub, immer schmale Berghänge entlang bis auf über 900 m hoch auf den Pantokrator ging, von wo aus man einen herrlichen Überblick über die gesamte Insel und auch auf Albanien hat.  Auf dem Weg besichtigten wir auch das älteste, wenn auch verlassene, Dorf der Insel, Palia Perithia, und haben uns dort die Wohn- und Schulgebäude aus dem 15.-17. Jahrhundert angeschaut, die noch recht gut erhalten und Zeugen des früheren Lebens sind.
Auf unserem Weg an die Westküste der Insel besuchten wir noch die Bucht Agios Georgios mit einem drei Kilometer langen Sandstrand, an dem wir uns von den Strapazen des langen Fahrens im Jeep erholen konnten. Auf dem Rückweg hielten wir bei etlichen Aussichtspunkten, die einen Postkartenblick auf traumhafte Strände und steile Felsen boten.
Bei einem weiteren Ausflug nach Paleokastritsa konnten wir nicht nur den Blick auf zauberhafte Buchten von oben erhalten, sondern auch mit einer kleinen Bootstour die Fahrt abrunden, bei der wir Höhlen und „das Blaue Auge“ anschauten, einem bis zu 25 Meter in die Tiefe gehenden Felsen im Meer mit einer Spalte, in der man hunderte Fische wunderbar sehen und bestaunen konnten. Auch hier zeigte das Meerwasser sich von seiner schönsten Seite und lud zum umgehenden erfrischenden Bad ein.
Durch den Besuch eines Klosters und seinem wunderschönen Garten oberhalb der Bucht wurde der Ausflug abgerundet.
Man kann die Schönheit der Insel schlecht beschreiben und es lohnt sich allemal, diese mit eigenen Augen zu sehen, von daher ist Korfu immer eine Reise wert – wenn einer eine Reise tut.

Ulrike Gobes

 

 

 

 

Korfu_0

 

 

Korfu_01

 

 

Korfu_02

 

 

Korfu_03