Kenia 2015 - Eine tierische Safari

*vom 19.03.2015 - 03.04.2015*

Viele Reisen haben wir Mittendrinner schon gemacht, aber Kenia hat uns noch einmal besonders gefallen. Die Safari durch die dortigen Nationalparks hat besonders beeindruckt: Elefanten so weit das Auge reicht, Giraffen, Impalas, Zebras, Flusspferde und auch Löwen... - aber von Anfang an:

Nach neunstündigem Flug über Frankfurt erreichten wir Mombasa, die zweitgrößte Stadt Kenias und zugleich wichtigste Hafenstadt in Ostafrika. Das dies von zentraler Bedeutung ist, bemerkten wir alsgleich, denn auf der so genannten Autobahn Richtung Nairobi, einer nicht ganz durchgängigen asphaltierten, aber dafür mit vielen Schlaglöchern versehenen einspurigen Fahrbahn, fuhren wir mit unseren siebensitzigen Safaribussen zwischen den unzähligen mit Containern beladenen LKWs hindurch. Und wenn dies nicht mehr passte, wurde halt von der Straße abgefahren und auf dem Grünstreifen überholt. Mehrere Stunden ruckelten wir über die Piste und unsere Tour mündete in einem schmalen Pfad mitten in der Pampa und schließlich kamen wir an unserem Hotel irgendwo im Nirgendwo an. Die deutsche Besitzerin des Camps verwöhnte uns als einzige anwesende Gäste in ihren einfachen, dennoch zauberhaften Hütten mit deutscher Esskultur, und die ersten Elefanten kamen am frühen Abend an das camp-eigene Wasserloch und wir erhielten einen Vorgeschmack auf die kommenden Tage. Meerkatzen, Paviane, Klippschliefer und Geckos sollten unseren ständigen Wegbegleiter werden.
Am nächsten Morgen ging es schon beizeiten wieder los und nach knapp einstündiger Fahrt kamen wir im Nationalpark Tsavo Ost an. Dort wurde das Verdeck des Busses hochgeklappt, so dass man zu jeder Zeit aufstehen und fensterlos die Tiere und Landschaft bestaunen konnte. So dauerte es nicht lang und Zebras, Warzenschweine, Gazellen, Strauße und Giraffen konnten sowohl in der Ferne, als auch nur wenige Meter vom Auto entfernt in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet, bestaunt und fotografiert werden. Und natürlich die bekannten roten Elefanten(die größte Population Kenias). Die grauen Dickhäuter stauben sich mit der roten Erde des Gebietes bei Staub- oder Schlammbädern ein und erhalten die typische Farbe. Man kann sich schon kaum an diesen Tieren satt sehen, aber nach einem Funkspruch zwischen den Park-Rangern und dem Busfahrer und einer zügigen Fahrt konnten wir eine mehrköpfige Löwenfamilie nur eine Armlänge von uns entfernt bei der Mittagsruhe beobachten. Die nächsten unvergesslichen Erlebnisse ließen nicht lange auf sich warten, als wir zum Amboseli-Nationalpark fuhren, der im Gegensatz zur roten, trockenen Erde in Tsavo, am Fuße des Kilimandscharo liegend, über eine üppigere grüne Vegetation verfügt und auch die eine oder andere Sumpflandschaft mit Flusspferden beherbergt. Das Zusammenspiel dieser Tiere und Elefanten, als auch von Büffeln, konnten wir im nächsten Hotel beim Mittagsessen beobachten-und das mit Blick auf den schneebedeckten Kilimandscharo. Auch hier standen weitere Pirschfahrten an, um die Tierwelt kennenzulernen. Neben den uns schon bekannten Tieren hatten wir hier noch Hyänen und neben fünf faulen Löwen aber auch noch das Glück, zwei stolze Löwen mit großer Mähne sehen zu können. Gerade am Kilimandscharo darf die Bevölkerungsgruppe der Massai noch weitgehend in ihrer halbnomadischen Lebensweise leben und so durften wir nicht nur eines der Dörfer besuchen und die kleinen, warmen Lehmhütten, in denen geschlafen und gekocht wird, erkunden, sondern die Massai stellten auch ihre traditionellen Tänze mit den unglaublichen hohen Sprüngen aus dem Stand heraus vor, die Stärke und Männlichkeit bezeugen sollen. Auch ganz typisch für die Ziegen- und Kuhhirten ist die auffallend rote Kleidung. Zum Abschluss unserer Safari fuhren wir in den Tsavo West Nationalpark, der wiederrum durch Lavagestein gekennzeichnet ist und durch seine hügelige Landschaft. Zu den Big Five hätten uns neben Elefant, Büffel und Löwe noch der Leopard und das Nashorn gefehlt, die in diesem Nationalpark ansässig sind, allerdings konnten wir nur über Kingfisher-Vögel und Krokodile an einer Flußquelle staunen. Bestimmte Tiere in Nationalparks mit einer Größe von rund 9.000km² (also rund ungefähr 1,2 Millionen Fußballfeldern) zu finden, gleicht halt doch der Suche nach der bekannten Nadel im Heuhaufen.
Nichtsdestotrotz hatten wir einmalige Erlebnisse, die war anschließend bei einem einwöchigem Badeurlaub im sehr warmen indischen Ozean verarbeiten und Revue passieren lassen konnten. Hier hatten wir auch endlich Zeit zur Souvenirjagd. Durch Feilschen und Handeln haben wir Schalen und geschnitzte Elefanten ergattern können, die uns noch zu Hause an eine unvergessliche Zeit erinnern werden.


Ulrike Gobes

 

 

 

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