Viva la Mexico 2014

*vom 02.04.2014 - 17.04.2014*

Laut gängiger Theorien soll hier eine Katastrophe von globalem Ausmaß ihren Anfang genommen und sämtliche Dinosaurier von der Erde gefegt haben. Ein riesiger Asteroid traf unseren Planeten. Am 02. April 2014, rund 65 Mio. Jahre später, bahnte sich ein weiteres Ereignis von nicht minder wichtiger Bedeutung an. 15 muntere Piraten verschlug es auf die Yucatan-Halbinsel, um dort zwei Wochen Mexiko unsicher zu machen.
Unsere lustige Reisegruppe startete kurz vor 4 Uhr morgens von der Geschäftsstelle und wurde von Sandra Gauda und Matthias Brühl sicher am Flughafen Tegel abgeliefert. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Düsseldorf ging es ab da nonstop nach Cancún. Durch die Zeitverschiebung von zu diesem Zeitpunkt acht Stunden zurück, landeten wir dort auch am Vormittag. Nach anfänglichem Hickhack mit ITS, die hatten uns doch einfach vergessen, fuhren uns dann doch noch 2 Shuttlebusse zum Hotel Viva Wyndham Maya in Playa del Carmen, einem 4-Sterne-all-inclusive-Resort. Dann hieß es noch schnell acht Zimmer klarmachen und der Urlaub konnte beginnen.
Die Hotelanlage war schon eine Pracht, ein großer gepflegter Garten voller Palmen, Hibiskuspflanzen und Oleanderblüten. An beiden Seiten der Gartenanlage befinden sich die Hotelzimmer. Um zum weißen Sandstrand zu gelangen läuft man weniger als 5 Minuten einmal quer durch den Garten, um dann gleich hinter dem Pool in das türkisblaue Wasser des Atlantiks springen zu können.
Am Anreisetag passierte noch nicht allzu viel, da doch alle recht erschöpft waren. Allerdings durften wir uns schon mal von dem köstlichen Buffet überzeugen lassen, was es zum Frühstück, Mittag und Abendbrot in der Gaststätte „La Terrazza“ gab.
Am nächsten Tag vormittags gab uns die Reiseleiterin einige Informationen und Ausflugziele mit auf den Weg. Diese buchten wir aber an einem Stand bei einer nahegelegenen Einkaufsstraße.
Der erste Ausflug war auch schon am Sonntag, den 06. April dran. Mit einem oben offenem Truck fuhren wir in das Biosphärenreservat und UNESCO-Weltkulturerbe Sian Ka'an, eine schmale Landzunge geprägt von Tropischem Regenwald und Küstenstrichen. Die Straße war sehr holperig, sodass wir ordentlich durchgeschüttelt wurden. Unser deutscher Reiseleiter Sebastian wusste viel über die Region und seine Flora und Fauna zu berichten. Nach etwa 3 Stunden Schaukelfahrt erreichten wir das kleine Fischerdorf Punta Allen. Von dort fuhren wir mit mehreren Booten rasant raus in die Lagune, wo wir viele Tiere beobachten konnten, u.a. Seeschildkröten, Delfine, Pelikane, Rosa Löffler, Fregattvögel und sogar einen Weißkopfseeadler. Viele beeindruckende Fotos wurden geschossen und die Zeit verging wie im Fluge. Ein Zwischenstopp an einer Sandbank lud zum Baden ein. Wieder zurück in Punta Allen stärkten wir uns an einem schmackhaften Buffet, bevor wir uns wieder auf die Rückfahrt machten. Gut geschüttelt und total gerührt von dem wunderbaren Ausflug erreichten wir wieder unser Hotel.
Zwei Tage später folgte auch schon die nächste Tour, der Besuch der Tempelruinen in Tulum und Coba. Tulum, direkt am Meer gelegen, beeindruckte mit jahrtausendealten Tempelgebäuden. Auffällig waren die vielen Iguanas, leguanartige kleine Echsen, die sich in der Sonne aalten. Leider viel der Sprung ins Meer aus, wobei der Strand auch sehr überfüllt war. Gerade als wir unser Auto erreichten, überraschte uns ein kräftiger Schauer. Nichtsdestotrotz fuhren wir weiter, und statten einer Mayafamilie einen kurzen Besuch ab, um die Lebensweise der Ureinwohner zu sehen. Danach ging es direkt zu den Tempelruinen von Coba. Diese lag etwa 20 Minuten zu Fuß innerhalb eines relativ dichten Dschungels. Bei einem „Ballspielplatz“, einer rituellen Wettkampfeinrichtung mit zwei kreisrunden senkrechten Toren an jeder Seite, erzählte uns der Tourleiter von jahrtausendealten Ritualen, wobei es für die Sieger eine besondere Ehre war, geköpft zu werden. Das Highlight war sicherlich, nach einer zehnminütigen Fahrradtour durch den Wald, das Besteigen der fast 42 Meter hohen Tempelpyramide. Nur ein einsames Seil bot ein wenig Hilfe, um trotz regennasser Stufen halbwegs sicher nach oben zu gelangen. Oben angekommen hatte man eine herrliche Aussicht über den Tropischen Regenwald. Das Herunterklettern dauerte jedoch etwa dreimal so lange. Komplett durchgeweicht fuhren wir am Nachmittag wieder zurück zum Hotel.
Am 11. April besuchten wir die wohl berühmteste Tempelanlage: Chichén Itzá. Hier waren schon sehr viele Besucher und Andenkenhändler wie Sand am Meer. Die 24 Meter hohe Pyramide von Kukulkán, man kannte sie ja schon aus den Medien, war nicht nur imposant anzuschauen. Besonders beeindruckend waren die astronomischen Grundlagen auf der diese erbaut wurde. Zum einem ist sie genau nach allen Himmelsrichtungen ausgerichtet und zum anderen ergeben die vier mal 91 Stufen an jeder Seite plus die Plattform auf der Spitze genau 365 Tage. Zweimal im Jahr erscheint zur Tag-und-Nacht-Gleiche (21. März und 21. September) an den Stufen der Körper einer Schlange, ein Zusammenspiel aus Licht und Schatten, welches sich mit dem Schlangenkopf am unteren Ende verbindet. Dafür waren wir aber genau drei Wochen zu spät dran.
Im Anschluss daran besuchten wir die Cenote Ik Kil, ein Kalkeinbruch in Form eines tiefen Loches, schön grün bewachsen und mit metertiefem Wasser im Zentrum, angenehm kühl und klar. Einige von unserer Reisegruppe wagten auch einen Sprung ins Nass. Dazu konnte man über einige Stufen am Rand hinuntersteigen. Diese Cenoten gibt es zu tausenden auf der Yucatan-Halbinsel und galten bei den alten Mayas schon eh und je als Jungbrunnen. Bevor wir am Abend zum Hotel zurückkehrten besuchten wir noch Valladolid, eine kleine sehr spanisch angehauchte Stadt.
Es gab noch viele weiter sehr schöne Erlebnisse, welche aber in voller Ausführung den Rahmen dieses Artikels sprengen würden. Hervorzuheben seien zum Beispiel die Strandspaziergänge vom Hotel nach Playa del Carmen einmal bei Nacht und einmal am Tag. Auch der Besuch der Hauptstraße Playa del Carmens, der Avenida 5, zog uns viel Geld für Andenken aus der Tasche. Im Hotel selbst beeindruckten uns die Shows der Animateure. Jeden Abend wurde man professionell unterhalten.
In unseren Erinnerungen liege wir auch jetzt noch das eine oder andere Mal am Strand und genießen Sonne und Meer und denken oft an die herausragende Freundlichkeit der Mexikaner. Viva la Mexico!

 

 

 

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