Zypern 2016

*04.09.2016 - 18.09.2016*

Und dieses Mal - ja wohin nur? Seit 19 Jahren wird im September bekanntermaßen die große Vereinsreise durchgeführt. Jedes Mal wird rund ums Mittelmeer ein Ziel ausgesucht und erkundet. Wo es uns alles hin verschlug – Türkei, Ägypten, Spanien, so ziemlich jede griechische Insel – aber halt! Eine, da waren wir noch nicht – die Republik Zypern.
Also wurden die Koffer gepackt und 13 Reiselustige traten den 3 ½ -stündigen Flug in den griechischen Teil der drittgrößten Mittelmeerinsel an. Uns erwartete ein nettes, kleines Hotel mit großer Poolanlage und Sonnenliegen, die uns direkt in das blitzblaue Meer am Strand von Paphos im Südwesten der Insel blicken ließen. Bei Temperaturen von 30 bis 35 Grad konnten wir jeden Tag im Meer baden, obwohl es vielmehr ein lustiges Wellenbad war, da die See oft recht stürmisch war. Wenn es ruhige See gab, konnte man wunderbar im Meer schnorcheln, aber auch mit bloßem Auge erkannte man wunderbar viele kleine und auch größere Fische. Da es eher viele kleinere Strandabschnitte gab und viel felsige Küste, lud ein Wanderweg, der an unserem Hotel begann, zu ausführlichen Strand – und Meeresspaziergängen ein. Man kam vorbei an den so genannten Königsgräbern aus dem 3. Jahrhundert v.Chr., obwohl hier gar keine Könige, sondern vielmehr Angehörige der zypriotischen Oberschicht begraben wurden, und konnte diese Ausgrabungsstätten bestaunen, aber auch der Leuchtturm bot vielen Urlaubern ein gern gesehenes Fotomotiv. Der Spazierpfad endete dann am 1592 erbauten Fort von Paphos. Einst als Kerker benutzt, öffnet es heute seine Tore für Besucher und zeigt die historischen Grundmauern und bietet vom Dach aus einen wunderschönen Blick über den Hafen von Paphos und die lange Küste von Zypern.

Bei einer Inselrundfahrt konnten wir den 20 km östlich von Paphos gelegenen Aphrodite – Felsen anschauen. Nach der griechischen Mythologie ging an dieser Stelle Aphrodite, die griechische Göttin der Schönheit und Liebe, nach ihrer Geburt an Land. Noch heute schwimmen dutzende Liebespaare auf der Suche nach der ewigen Liebe in Vollmondnächten um den Felsen dreimal herum.
Weiter führte uns der Weg über malerische Dörfer im Inland der Insel hin in die Hauptstadt Nikosia. Diese erlangte traurige Berühmtheit, da sie die letzte geteilte Hauptstadt Europas ist. Hier durchläuft eine Grenze, die die Stadt in einen griechischen und einen türkischen Teil teilt.
Nachdem griechische Putschisten den Anschluss Zyperns an Griechenland durchsetzen wollten, wurde im Jahr 1974 der Nordteil militärisch besetzt und steht seitdem unter Kontrolle der Türkischen Republik Nordzypern, die nur von der Türkei anerkannt wird. Seit 2003 kann man Grenzkontrollstellen zwischen den Ländern passieren, so dass auch wir unseren Aufenthalt in Nikosia nutzen, um zwischen den Ländern zu reisen. Da wir die touristisch geprägte Zone nutzten, erwarteten uns nach den strengen Ausweiskontrollen die bekannten türkischen Händler, die Souvenirs und Fälschungen namhafter Designer zu günstigen Preisen anboten. Während die Republik Zyperns seit 2004 EU- Mitglied ist und auch den Euro hat, zahlt man hier mit türkischen Lira.
Zurück im griechischen Teil führte uns der Ausflug noch nach Larnaka mit seinem zauberhaften Sandstrand und der Lazarus – Kirche aus dem 9. Jahrhundert.
Nach so vielen Informationen durch unsere Reiseleiterin, die uns auch heimische Früchte, Tiere, Pflanzen und kulinarische Spezialitäten versuchte näher zu bringen, haben wir diesen Ausflug noch mit fröhlichem Gesang griechischer Volkslieder im Bus beendet, was dieses Erlebnis unvergesslich machen wird.
Wie bei jeder unserer Reisen war natürlich auch das Souvenir shoppen ein wichtiger Bestandteil unseres Tagesplans. Fast täglich besuchten wir die unzähligen Geschäfte am Hafen oder an der Coral Bay, einem beliebten Ausflugsziel durch den feinen Sandstrand, den diese große Bucht bietet.
Da die Zyprioten sehr stolz auf ihre Geschichte sind, kann man natürlich diverse Statuen der Aphrodite kaufen, aber auch Produkte aus Oliven – vor allem Pflegeprodukte - kann man erwerben.

Schnell vergingen unsere 14 Tagen – ob bei den Ausflügen in die Katakomben von Paphos oder auf den Markt, oder aber auch am Strand und Pool, in dem einige Mutige unserer Reisegruppe sich im Tauchen mit professioneller Ausrüstung versuchten oder an der täglichen Wassergymnastik teilnahmen, oder aber auch bei der traditionellen Bootstour, die zum Abschluss einer Reise bei uns dazugehört. Diese wird unvergessen werden, für die einen, weil sie feststellen mussten, dass sie seekrank werden und für alle, weil wir Schildkröten im natürlichem Lebensraum beobachten konnten.

Zum Abschluss haben wir alle noch einmal in der Gruppe zusammengefunden und die Reise Revue passieren lassen und ein letztes Mal auf der Hotelterrasse den wunderschönen Sonnenuntergang genossen und uns schon gefreut auf das nächste Mal – wenn einer eine Reise tut.

Ulrike Gobes

 

 

 

 

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